Heidelsheim vor der Wahl: Es bleibt noch viel zu tun

26. März 2019

Unter dem Motto „Heidelsheim vor der Wahl“ lud der CDU-Ortsverband Heidelsheim/Helmsheim zu einer öffentlichen Versammlung ein. Die örtlichen Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl des Ortschaftsrates und des Gemeinderates stellten sich und ihre Ziele für Heidelsheim und die Stadt vor. Die Besucher konnten mit ihren Fragen, Anregungen und Meinungen zu Wort kommen und sich mit den Bewerbern austauschen.

Bei der von der Vorsitzenden Sigrid Gerdau geleiteten Versammlung des CDU-Ortsverbands am 21.3.2019 wurden die Probleme des Ortes wie auf einem Röntgenbild sichtbar. Dazu trugen auch die Besucher bei, die spezielle Themen einbrachten.

Anerkannt wurden Maßnahmen wie die Sanierung im nördlichen Stadtkern und die Einführung der Ganztagsschule mit allen Folgemaßnahmen, z.B. einer Mensa. Erkennbar wurde aber auch, dass die Stadt in Heidelsheim seit vielen Jahren einen wachsenden Berg von Investitionen vor sich her schiebe, an denen genau so lange geplant werde, ohne dass schon konkrete Ergebnisse sichtbar würden.

Wenn demnächst über ein halbes Jahr der Verkehr der Schnellbahn über die Schienen im Ort rolle, werde am Bahnübergang der Zustand offener Schranken noch seltener, wurde befürchtet.

Probebohrungen an einstauenden Brücken deuteten zwar auf den Beginn innerörtlicher Hochwasser-Schutzmaßnahmen am Saalbach hin. Anwohner des Reitschulwegs, wo der Bach immer zuerst über die Ufer trete, würden schnelle Verbesserungen in diesem Bereich wünschen.

Seit mehr als zehn Jahren werde über die Sanierung, dann über den Neubau des Kindergartens Guter Hirte diskutiert. Mehrfach seien Gelder für die Planung und sogar den Bau eingestellt worden, ohne dass sich viel tat. Seit einem Jahr gebe es immerhin einen Siegerentwurf für den Neubau. Leid tragende seien Eltern, die ihre Kinder nach auswärts fahren müssten, weil am Ort der Platz oder die gewünschte Betreuungsform fehle. Auch der Kindergarten St. Martin könne mit einer Erweiterung zur Entlastung beitragen, so dass wieder das Prinzip „kurze Beine, kurze Wege“ gelte.

Die soziale Infrastruktur benötige auch im Seniorenbereich dringend einer Ergänzung, erbrachte das Gespräch. Ein Besucher bestätigte die Notwendigkeit einer von der CDU geforderten Tagespflegeeinrichtung am Ort. Laut Kreispflegeplan weise die Stadt Bruchsal bei der Tagespflege ein Defizit von 50 Plätzen auf. Zur Entlastung der Angehörigen und zur Betreuung und Aktivierung Betroffener nehme die Bedeutung solcher Einrichtung noch zu. Der Stadtverwaltung sollen zwei mögliche Standorte genannt werden für Gespräche mit möglichen Trägern.

Die Schaffung von Wohnraum auch für Durchschnittsverdiener war ein heiß diskutiertes Thema. Die Strategie der Stadt, fast nur auf Innenentwicklung und angebliche Baulücken zu setzen, verteuere Bauland und Mieten, verwalte nur die Wohnungsnot statt zu deren Lösung beizutragen, befürchtete Stadtrat Gölz. In ähnlicher Weise kritisierten Kandidaten den zähen Fortgang bei der Ausweisung von Gewerbeflächen. Gewerbetreibende gingen auswärts mit negativen Auswirkungen bis hin zur Feuerwehr, die bei Einsätzen Tagespräsenz verliere.

Das Übel des Gehwegparkens, ein Konzept gegen Starkregenereignisse sowie Umweltthemen waren weitere Themen der lebhaften Diskussion.

Bruchsal-Heidelsheim (goe)

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