Kindergarten Helmsheim: Ortstermin

3. März 2020

CDU und SPD bei der vor-Ort-Begehung im Kindergarten Helmsheim

Wie schon aus der Presse zu entnehmen war, reichen die Kindergartenplätze in Helmsheim gerade bis zum April. Alle Kinder, die danach drei Jahre alt werden, kommen auf eine Warteliste und können frühestens im September 9zu Schuljahresbeginn in den Kindergarten gehen.

Die Ortschaftsräte Maic Lindenfelser, Alexandra Nohl, Daniel Kempf und Alexander Klein, sowie der SPD Ortsverbands-Vorsitzende Özgür Sahin besuchten dazu den Kindergarten Sonnenschein in Helmsheim und erkundigten sich über die geplanten baulichen Veränderungen. Räume werden aufgebrochen, zusammengelegt und neu verteilt, gewohnte Strukturen verändert.

Ortschaftsrat Klein, der im Gebäudemanagement der evang. Kirchengemeinde aktiv ist, erläuterte das Vorgehen. Schnell wurde den anwesenden Ortschaftsräten klar, dass die momentane Lösung zwar kurzfristig umsetzbar ist und somit zur Entspannung beiträgt, jedoch nur temporären Nutzen bringt, da noch mehr Platz in den kommenden Jahren benötigt wird. Wenn Helmsheim immer weiter wächst und mit weiterem Zuzug zu rechnen ist, zeitgleich die Geburtenrate steigt, muss man seinen Pflichtaufgaben gerecht werden, ist es von den Anwesenden zu hören.

„Gerade Familien, die weder Oma noch Opa vor Ort haben, sind auf eine gute Infrastruktur angewiesen“, beklagt sich Stadträtin Nohl bei der Ortsbegehung. Der Arbeitsplatz, der drei Jahre während der Elternzeit aufgehoben wird, muss mit dem dritten Geburtstag des Kindes wieder angetreten werden, sonst ist er weg. „Gerade Frauen sind davon betroffen, die in den Beruf wiedereinsteigen möchten. Darauf muss man sich verlassen können.“

Es kann nicht sein, dass Kinder vor Ort abgewiesen werden, um an einem anderen Ort in den Kindergarten zu gehen, ist von den anwesenden Vätern zu hören, die Gründe dafür sind naheliegend. „Die Infrastruktur in Helmsheim hinkt in allen Bereichen hinterher. Wenn man Zuzug durch Ausweisung von Neubaugebieten ermöglicht, muss auch die notwendige Infrastruktur vorhanden sein.“

Da in Heidelsheim und Untergrombach neu gebaut und in Büchenau erweitert wird, besteht berechtigte Hoffnung, auch in Helmsheim zeitnah eine nachhaltige und langfristige Lösung zu finden, sind sich die Beteiligten einig.

Im Gespräch erörterte man verschiedene Möglichkeiten, die auch in der nahen Zukunft die Aufnahme von allen Kindern vor Ort ermöglicht, dabei kam ein Neubau ebenso zu Sprache wie auch eine Aufstockung des vorhandenen Gruppenraumes, den Kempf zur Sprache brachte. Auch die Überlegung, ob die U3 Gruppe ausgelagert werden kann, um Platz für eine Ü3 Gruppe zu schaffen wurde diskutiert.

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