Stellungnahme zum Ausbau des ehem. Strohhut

17. Juli 2021

Anschlussunterbringung im Strohhut: Hintergrund und Stellungnahme

Worum geht es?

Der Gemeinderat hat schon vor einiger Zeit mit Unterstützung des Ortschaftsrates Heidelsheim entschieden, dass der ehem. Strohhut zu einer Anschlussunterbringung ausgebaut werden soll. Sie ist gedacht für Menschen, die eine der großen Gemeinschaftsunterkünfte verlassen, nachdem ihr Bleiberecht in Deutschland geklärt ist oder sie mindestens zwei Jahre dort verbracht haben.

In den letzten Sitzungen beschäftigten sich Ortschaftsrat und Gemeinderat mit einer großen Zahl von Varianten, wie genau der Ausbau gestaltet werden kann. Die verschiedenen Vorschlage der Verwaltung unterscheiden sich vor allem in folgenden Aspekten:

  • Anzahl und Größe der Wohnungen, die sich jeweils eine Küche und Bad teilen, von einer großen Wohnung pro Stockwerk mit 15 und mehr Betten in Mehrbettzimmern bis zu zwei oder der kleineren Wohnungen pro Stockwerk mit 5-6 Plätzen (Raumbelegung mit 7 qm pro Person).
  • Verwendung des ehem. Schwimmbad als Gemeinschaftsraum oder weitere Wohnung

Je nach Variante ergibt sich dann eine unterschiedliche mögliche Gesamtbelegung des Gebäudes mit 26-34 Personen und Kostensätze zwischen 230€ und 330€ pro Monat und Person (vor allem aus Investitionskosten, laufenden Kosten und Personalkosten für Hausmeister, Reinigung), die allen Bewohnern mit eigenem Einkommen und ihre Familienmitgliedern in Rechnung gestellt werden.

Zu den verschiedenen Vorschlägen gab unsere Gemeinderätin Siegrid Gerdau folgende

 

Stellungnahme der CDU-Fraktion zur Anschlussunterbringung in Heidelsheim Gemeinderatssitzung 8.7.2021

Trotz großer Bedenken, was die Zahl und Art der Unterbringung der Menschen in der Markgrafenstr. 16 in Heidelsheim angeht, hat sich der Ortschaftsrat am 29.6.2021 mehrheitlich für den Ausbau des Gebäudes in der Kombi-Variante A als Kompromisslösung ausgesprochen, da nicht nur die reine Unterbringung, sondern auch die Kosten in den Blick zu nehmen sind.

Die Bedenken betreffen das Obergeschoss der Kombi-Variante, bei der 16 sich fremde Personen in einer Wohnung mit nur einem Bad von knapp 13 qm und einer Küche von knapp 9 qm zusammen leben werden.

Ganz besonders entscheidend für ein friedliches Zusammenleben innerhalb des Hauses ist nun eine außerordentlich gute Begleitung der Bewohner durch das Amt für Familien und Soziales, wovon wir nach den Ausführungen von Frau Ramme-Karadag ausgehen können. Dadurch wird nicht nur das Zusammenleben auf engem Raum besser gelingen, sondern auch eine Akzeptanz in der dichten Nachbarschaft erreicht.

Dass die damals grob geschätzten Umbaukosten nicht eingehalten werden können, ändert nichts daran, dass wir für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen zuständig sind. Für die Gesamtkosten ist aber entscheidend, dass die Anfangsinvestition eine nachhaltige Nutzung für die Gesamtnutzungsdauer ermöglicht und nicht ständig nachgebessert werden muss.

Wir hoffen, dass wir mit der Kombivariante A auf die Anforderungen der Zukunft gut aufgestellt sind und wir eine soziale Verträglichkeit innerhalb und außerhalb des Hauses erreichen können.

 

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